Posthume Ehrung für Franz Bayer

Veröffentlicht am 01.03.2026 in Ortsverein

Barbara Kasberger (2.v.re.) und Marco Lang (li.) überreichten die Willy-Brandt-Medaille an die Familie Bayer, vertreten durch die Witwe Brigitte (Mitte) sowie die Kinder Sonja (3.v.li.) und Robert (3.v.re.). Mit dabei: Laudatorin Helga Janker (2.v.li.) und Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher (re.)

 

Willy-Brandt-Medaille für Franz Bayer

Die Geiselhöringer SPD ehrt posthum den ehemaligen Stadtrat und 2. Bürgermeister

Am vergangenen Donnerstag lud die Geiselhöringer SPD ins Gasthaus Hagn in Sallach zum Ehrenabend für ihr im letzten Jahr verstorbenes Mitglied Franz Bayer. Der SPD-Ortsverein ehrte den ehemaligen Stadtrat und 2. Bürgermeister und verlieh ihm postum die Willy-Brandt-Medaille der SPD für 60 Jahre Parteimitgliedschaft und sein Wirken im Ortsverein und der Kommune. Die Laudatio „an einen Weggefährten“ hielt Helga Janker, die Franz Bayer lange Jahre in der SPD erlebt hat. 

Ortsvorsitzende Barbara Kasberger konnte, neben der Familie Bayer, eine Reihe weitere Weggefährten von Franz Bayer begrüßen. Die LandkreisSPD war vertreten durch Bürgermeister Martin Panten mit Ehefrau Katrin aus Parkstetten. Helga Janker erinnerte in ihrer Laudatio an den verstorbenen Preisträger.

Der, erst letzten Herbst verstorbene Franz Bayer, ein Urgestein der Sozialdemokratie in Hainsbach, in der Stadt Geiselhöring und unserer gesamten Region, war seit 1966 Mitglied der SPD. „Solidarität, Freiheit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit – diese Werte lebte er immer auch mit dem Bestreben davon etwas an nachfolgende Generationen weiter zu geben“, so Janker. Die Geiselhöringer Genossinnen und Genossen wollten ihn zu Beginn des Jahres 2026 für seine 60 Jahre Parteimitgliedschaft und sein Wirken im Ortsverein und der Kommune mit der Willy-Brandt-Medaille der SPD ehren. Die Anträge waren gestellt, die Regularien erledigt, und dann verstarb Franz Bayer plötzlich und unerwartet. Nun werde diese hohe Auszeichnung seiner Familie in Gedenken an einen aufrechten Sozialdemokraten überreicht. „Dass wir ihn heute nicht persönlich ehren können, schmerzt uns sehr. Wir blicken mit Dankbarkeit zurück auf die Zeit mit ihm und behalten ihn in unserer Erinnerung“, schloss die sichtlich gerührte Laudatorin ihren Beitrag.

„Franz Bayer hat diese Auszeichnung verdient wie kein anderer“

„Franz Bayer setzte sich als Ortsvorsitzender der SPD Hainsbach – bis zur Fusion mit der SPD Geiselhöring – mit großem Engagement für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ein. Über 20 Jahre war er Mitglied des Stadtrats (1978–1998), davon sechs Jahre Zweiter Bürgermeister (1990–1996). Mit klarer Haltung, Sachkenntnis und menschlicher Nähe gestaltete er die kommunale Entwicklung entscheidend mit und war ein verlässlicher Partner für Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Vereine“, so Ortsvorsitzende Barbara Kasberger aus der Begründung zum Antrag für die Medaille. „Die Willy-Brandt-Medaille gilt als die bedeutendste Ehrung für ehrenamtliches Engagement innerhalb der SPD. Sie wurde 1996 eingeführt, benannt nach dem ehemaligen Bundeskanzler und Parteivorsitzenden Willy Brandt. Sie war und ist unserer Meinung nach genau die Auszeichnung die Franz Bayern verdient hat“, so Ortsvorsitzender Marco Lang. 

Für die Familie bedankte sich Tochter Sonja und stellte u.a. den Bezug ihres Vaters zur Person Willy Brandt her. „Er war stolz darauf und hatte sich so gefreut, dass er diese Auszeichnung erhalten sollte. Es hätte ihm so viel bedeutet“, so die Tochter.

In Memoriam: Ein Wahlkampfrückblick

Kommunalwahlkampf war das politische Ereignis, in dem Franz Bayer als Sozialdemokrat aufging. Er scheute weder Mühe noch Kosten und keine Zeit war ihm zu schade, wenn es darum ging die SPD im Stadtrat zu verankern. Mit Spannung fieberte er den Wahlergebnissen entgegen und freute sich persönlich über jede Stimme die „seine SPD“ erreichte. Aus diesem Anlass präsentierte der Ortsverein abschließend einen ausführlichen Rückblick auf den Wahlkampf der letzten Monate, den Franz Bayer noch selbst vorbereitet und stark beeinflusst hatte.