Mitgliederversammlung am 4. Juli 2021

Veröffentlicht am 05.07.2021 in Ortsverein

SPD-Mitgliederversammlung mit Ortsvorsitzender Barbara Kasberger, Kreisvorsitzendem Martin Kreutz (li.)und Bundestagskandidaten Dennis Schötz (re.), im Vordergrund rechts: Stadtrat Ludwig Kerscher

 

 

Thema des Jahres: Die fahrradfreundliche Stadt

Mitgliederversammlung der Geiselhöringer SPD – Pop-up-Radweg in Geiselhöring

 

Schon lange stand eine Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins auf dem Programm – nur leider verzögerte sich diese von Corona-Welle zu Corona-Welle. Nun endlich haben es die Inzidenzwerte erlaubt, dass ein persönliches Treffen wieder möglich war – zur allgemeinen Sicherheit verlegte die Vorstandschaft das Treffen auch noch ins Freie und so tagte die SPD erstmals am vergangenen Sonntag im Biergarten der Taverne Korfu in Geiselhöring.

 

Ortsvorsitzende Barbara Kasberger begrüßte die anwesenden Mitglieder, Kreisvorsitzenden Martin Kreutz und Bundestagskandidaten Dennis Schötz. Kasberger freute sich, endlich wieder „Auge in Auge“ diskutieren zu können. Nach einem kurzen Blick in den Kassenbericht des entschuldigten Kassiers Josef Eisenhut, berichtete Kasberger darüber, dass der Ortsverein, „so Corona will“, nach den Sommerferien erneut in die SPD-IM DIALOG-Reihe einsteigen werde. Das beherrschende Thema 2021 soll die Entwicklung der fahrradfreundlichen Stadt werden, wie es in der Kommunalwahl versprochen wurde.

 

Nach einem Grußwort des SPD-Kreisvorsitzenden Martin Kreutz, der über die aktuellen Themen im Kreistag – u.a. über den Neubau des ZAW-Wertstoffhofes in Geiselhöring – berichtete, übernahm Jung-Stadtrat Ludwig Kerscher die Regie und ließ die ersten Monate seiner Tätigkeit als Stadtrat Revue passieren.

 

Aus dem Stadtrat – Ludwig Kerscher berichtet

 

„Anfang März wurde ich als Nachrücker von Simon Eisenhut als Stadtrat vereidigt. Ich wurde herzlich empfangen und machte mich gleich an die Arbeit! Unterstützt wurde ich dabei von den beiden „alten SPD-Hasen“ im Stadtrat, Harry Büttner und Josef Eisenhut“, so Ludwig Kerscher zu Beginn seiner Ausführungen. Schon für die April-Sitzung konnte er seine ersten drei Anträge einbringen, die aber nur als Teil der nicht-öffentlichen Sitzung besprochen wurden und die Information der Öffentlichkeit war damit stark eingeschränkt. Dennoch seien inzwischen Beschlüsse gefasst worden, die auf diesen Anträgen basierten.

 

„Mein Antrag zur neuen Webseite der Stadt Geiselhöring, in dem ich einen Re-Launch der Homepage der Stadt forderte, wurde nicht zur Abstimmung gebracht, da bereits seitens der Stadt eine Neufassung geplant war. Hierbei werde ich darauf achten, dass die aktuellen Informations-Sicherheitsstandards, die digitale Barrierefreiheit und die vorgangs-/leistungsorientierte Gestaltung beachtet werden“, erklärte Kerscher den interessierten Zuhörern. Begründet hatte er seinen Antrag damit, dass die Homepage der Stadt Geiselhöring lt. Webseite auf Stand 2009 und diese nicht SSL-verschlüsselt sei. D.h. es gibt keine Möglichkeit einen sicheren/verschlüsselten Kontakt zur Stadtverwaltung aufzunehmen. Ebenso sei die Webseite nicht Mobile-fähig, wobei der Anteil der Mobile-Geräte über die letzten Jahre hinweg immer mehr gestiegen und mittlerweile zum primären Nutzungsmittel für Webseiten und Online-Dienste geworden sei. „Außerdem ist die aktuelle Gestaltung nicht mehr zeitgemäß und es gibt keine Volltext-Suche“, beendete Kerscher seine Kritik.

 

Auch der Antrag "Einführung eines Ratsinformationssystem" wurde nur im nicht-öffentlichen Teil der April-Sitzung behandelt, leider dürfe dazu keine weitere Auskunft gegeben werden, so Kerscher. Der Stadtrat führte aber aus, was er mit seinem Antrag bezwecken wollte: „Ratsinformationssysteme erfüllen zunehmend vollständig alle mit der Arbeit der politischen Organe der Stadt zusammenhängenden Aufgaben bis tief hinein in die Verwaltungsabläufe. Damit können unter anderem Sitzungskalender, Aufstellung der Tagesordnung, Versand der Einladung/Veröffentlichung, Vorbereitung der Sitzung, Sitzungsabwicklung, Protokollerstellung und Sitzungsgeldabrechnung effizient und flexibel gestaltet und erledigt werden. Zudem könnte mit Hilfe eines Ratsinformationssystem mehr Informationsfluss & Transparenz gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Geiselhöring hergestellt werden“. Martin Kreutz, 3. Bürgermeister des Marktes Mallersdorf berichtete, dass auf Antrag der SPD ein entsprechendes System im Markt eingerichtet wurde und dies Verwaltung und BürgerInnen zu Gute komme.

 

Bevor er zu seinem dritten Antrag kam, erklärte Stadtrat Kerscher, dass es ihn sehr freut, dass seine ersten Anträge, welche sowohl aus Zurufen von Bürgerinnen und Bürgern als auch persönlichen Interessen entstanden sind, gleich in der nächsten Stadtrats- bzw. Bauausschusssitzung, wenn auch nur im nicht-öffentlichen Teil des Stadtrats, behandelt wurden. Die Zusammenarbeit empfinde ich aus Sicht meiner Fraktion für gut und wichtige Einwände, die oft auf persönlichen oder beruflichen Hintergründen bzw. Erfahrungen der Stadträtinnen und Stadträte beruhen, werden wertgeschätzt und dankbar angenommen. Die nächsten Bürgeranfragen sind bereits in der Pipeline und er freue sich über jeden weiteren Vorschlag, so wie er ihn persönlich vertreten und in den Stadtrat einbringen kann.

 

Fahrradständer für den Stadtplatz

 

In seinem dritten Antrag "Fahrradständer" forderte Ludwig Kerscher, dass die Stadtverwaltung beauftragt werde, die Herstellung/Beschaffung & Montage einer "Fahrradabstellanlage" auf einem der regulären Kfz-Stellplatz am Stadtplatz durch den Bauhof zu prüfen. Er begründete den Antrag damit, dass dies notwendig sei, um die Attraktivität des Stadtplatzes für den Fahrradverkehr und insbesondere für den "Einkauf auf dem Fahrrad" zu steigern. „Insbesondere teure E-Bikes oder Lastenfahrräder müssen diebstahlsicher und zentrumsnah abgestellt werden können. Auch der Freizeit-Radverkehr braucht sichere Abstellmöglichkeiten im Stadtzentrum“, so Kerscher. Es freute ihn berichten zu können, dass die Behandlung des Antrages in den Bauausschuss übergeben wurde, wo die Idee sehr positiv aufgenommen wurde. Mit Beschluss konnte die Stadtverwaltung beauftragt werden, gleich mehrere konkrete Stellplätze zu planen. Wie dringend diese Fahrradständer gebraucht werden, konnte im Folgenden vor dem Café Löw begutachtet werden.

 

Ludwig Kerscher hatte sich nämlich für den Aktionstag der SPD am vergangenen Sonntag eine weitere Forderung aus dem Kommunalwahlkampf zu eigen gemacht und diese spontan umgesetzt.